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April 2004: Bildungsstandort Tiergarten Süd
Seit zwei Jahren besteht der Lokale Bildungsverbund Tiergarten-Süd - durch Workshops, Kooperationen oder Fortbildungen soll der "Bildungsstandort" rund um den Magdeburger Platz weiter gestärkt werden.
Eines der Ziele des Quartiersmanagement ist es, den Stadtteil Tiergarten Süd zu einem "integrierten Bildungsstandort" zu entwickeln. Das Potential ist da: verschiedene Schulen, Kindertagesstätten, die Bibliothek, das Lernhaus – Einrichtungen und vielfältige Angebote reihen sich im Kiez aneinander (siehe Karte). Da ist der Stadtteil in seiner Attraktivität für junge Familien mit Kindern noch gar nicht genügend erkannt. Das QM arbeitet daran.
Es geht aber auch darum, die Einrichtungen selbst mit ihren nutzerfreundlichen und sich ergänzenden Bildungsangeboten zu fördern und hinsichtlich der vielfältigen anstehenden Veränderungen im Bildungsbereich durch die Entwicklung gemeinsamer, stadtteilbezogener Lösungsansätze zu unterstützen.
Hierzu haben sich vor zwei Jahren die Bildungseinrichtungen des Stadtteils zu einem Netzwerk, dem Lokalen Bildungsverbund (LBV), zusammengeschlossen: Fünf Kindertagesstätten, zwei Grundschulen, das Französische Gymnasium, die Stadtteilbibliothek, die Volkshochschule Mitte, das Lernhaus Pohlstraße, die Jugendkultureinrichtung Pumpe sowie das Quartiersmanagement und der Stadtteilverein Tiergarten.
Erste Ergebnisse der bisherigen erfolgreichen Arbeit des Bildungsnetzwerks werden bereits erkennbar. So hat sich die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen deutlich intensiviert, und so konnten tragfähige Kooperationsbeziehungen mit der Bezirks- und Senatsverwaltung sowie mit stadtteilbezogenen Partnern (z.B. dem Integrationszentrum Tiergarten Süd) aufgebaut und gemeinsame Projekte umgesetzt werden, beispielsweise die Einführung des Sprachförderkoffers in den Kitas und die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzepts zur Öffentlichkeitsarbeit.
Künftig soll nun die inhaltliche Arbeit in einigen für den Stadtteil relevanten Schwerpunktbereichen im Mittelpunkt der Entwicklung stehen. Hierzu ist geplant, Workshops zu den Themen Sprachförderung, Kitas als "Bildungseinrichtungen", Kooperation zwischen Kitas und Grundschulen, Förderung der Mitarbeit von Eltern, Nutzerfreundlichkeit und Qualität der Angebote durchzuführen, Reformeinrichtungen zu besuchen und konkrete Projekte und Maßnahmen zu entwickeln. Darüber hinaus wird die wissenschaftliche Begleitung des Entwicklungsprozesses durch eine Hochschule angestrebt.
Wichtig ist es, den Mitarbeitern der verschiedenen Einrichtungen Fortbildungen anzubieten, um sie in die Lage zu versetzen, eigene Profile und Lösungen für die tagtäglichen Probleme und Anforderungen zu entwickeln. Hilfreich können dabei möglichst einrichtungsübergreifende Schlüsselprojekte sein, wie beispielsweise die Sprachförderung in den Kitas.
Das Thema Bildung ist in den letzten Jahren mit steigendem Nachdruck auf die gesamtgesellschaftliche Tagesordnung gesetzt worden. Tiergarten Süd hat gute Voraussetzungen, die größer werdenden Ansprüche zu erfüllen.






