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Theater Daktylus in der PUMPE: „Stille Helden – Warum werden Menschen mutig?“ - Premiere für Lehrkräfte und Schüler am 5. und 6. März 2011

Familie mit Judenstern, Berlin 1941

Theater Daktylus zeigt:

„Stille Helden“
Warum werden Menschen mutig?

Ein Theater-Feature
zur Rettung von Juden in Deutschland 1933 – 1945

Erste Aufführungen für interessierte Lehrkräfte und Schüler
Samstag, 5. März und Sonntag, 6. März 2011, 19 Uhr


JugendKulturZentrum PUMPE (Saal)
Lützowstr. 42 - 10785 Berlin – Fon 030/ 26 48 48 30

Sprechen Sie für ihre interessierten Klassen einen eigenen Aufführungstermin mit uns ab! In der PUMPE - oder in ihrer Schule!
Wir sind mobil: von März bis Juli 2011!
Rufen Sie einfach an oder senden Sie uns eine Mail:
Anne Zühlke / Stephan Weßeling, Telefon: 030-394 08 434 

„Stille Helden“

Lange Zeit gab es weder in der Bundesrepublik noch in der DDR ein breites öffentliches und wissenschaftliches Interesse an der Erforschung der Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Unterschwellig oder offen bestanden gegen jene Deutsche, die den tödlich bedrohten Juden verbotene Hilfe leisteten, Ressentiments.
Entweder störten Rettungsgeschichten die allseits bekundeten Ausreden, man habe von den Massenmorden nichts gewusst und gegen die Maßnahmen des NS-Systems nichts tun können, oder die Helfer wurden gar als Außenseiter und im Extremfall als Verräter an der „Volksgemeinschaft“ betrachtet.
Erst seit wenigen Jahren werden Helfer und Retter allmählich als „stille Helden“ gewürdigt. Es waren nur wenige, aber es waren mehr, als lange Zeit angenommen wurde.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus sechs verschiedenen Schulen Berlins setzt sich seit einigen Monaten mit den Schicksalen von verfolgten Juden und ihren Helfern und Rettern auseinander.
Was können uns diese Menschen heute erzählen, was können wir von ihnen lernen? Was hat Menschen dazu gezwungen in den Untergrund zu gehen? Was hat andere Menschen dazu gebracht, sich dem Wahnsinn entgegenzustellen und ihre jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Lebensgefahr zu helfen, sie manchmal jahrelang zu verstecken, mit Lebensmitteln und falschen Papieren zu versorgen?

Sie alle, Verfolgte wie Helfer, verbindet wohl eines: Sie hatten Mut.
Doch nicht alle halfen aus uneigennützigen Motiven. Einige haben sich ihre Hilfe teuer bezahlen lassen. Auch diese Seite soll nicht verschwiegen werden. Die meisten Menschen jedoch, die geholfen haben, taten es aus guten Gründen: aus Liebe, aus politischer Überzeugung, aus einem tiefen Humanitätsgefühl heraus. Sie gerieten dabei nicht selten in Gefahr und manche der Helfer und Retter haben ihren mutigen Einsatz mit dem Leben bezahlt.

Interviews mit Zeitzeugen wie Inge Deutschkron, Eugen Kahl oder dem Ehepaar Michalski, Recherchen in der „Gedenkstätte Stille Helden“, in Büchern, Filmen oder Zeitungsartikeln werden zusammengetragen.

Aus dem reichhaltigen Material entsteht in einem mehrmonatigen Probenprozess ein Stück dokumentarisches Theater. Die Gruppe arbeitet an verschiedenen Darstellungsformen und versucht herauszufinden, ob sich die Vermittlung von historischen Daten und Fakten mit handlungsorientierten, emotional-affektiven Zugängen verknüpfen lässt. 

Wir kooperieren mit: Gedenkstätte Stille Helden, Berlin Rosenthaler Str. 39 – 10178 Berlin www.gedenkstaette-stille-helden.de 

Hier finden Sie den Flyer zu "Stille Helden" mit weiteren Informationen auch zu den Förderern des Theater-Features (PDF 280 kb).

text/grafik: Einladung