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Dezember 2003: Märchenhafte Skulpturen in der Galerie Phillis

 
Noch bis Ende Januar 2004 sind an der Pohlstraße Mary Dunn's große und kleine Werke aus verschiedenen Materialien zu bewundern.
 
Die Schildkröte auf der Eröffnung der Ausstellung "NO CIGAR" im Café Phillis hat Pech:

Sie steht zwar direkt neben dem Büffet, kommt aber nicht an die leckeren Früchte ran.

Dem Schildkrötenkopf fehlen nämlich nicht nur die Beine, sondern auch der gesamte Rest des Körpers.


Dabei hat der riesige Kopf allein genug Gewicht, besteht er doch aus poliertem Stein.
 
Aus Stein und Holz, Bronze und Keramik hat die Amerikanerin Mary Dunn ihre Kunstwerke erschaffen, weswegen die Vorbereitung zur Ausstellung, das Herbeischleppen und Arrangieren der einzelnen Objekte, eine schweißtreibende Angelegenheit war.
 
"Mary Dunn liebt es mit diesen Materialien zu arbeiten", erläutert Maria E. Biege von 'Standford-in-Berlin Center' in der Eröffnungsrede, "und Skulpturen mit einer wunderbaren 'weichen' Oberfläche zu schaffen." So mußten sich einige Betrachter durch Handberührung davon überzeugen, daß die Gegenstände auch wirklich aus Stein sind, und ein Gast konnte kaum davon lassen, ein Paar Füße aus Marmor an den Sohlen zu kitzeln.

Neben Tieren und Füßen kann der Ausstellungsbesucher auch andere, oft alltägliche Dinge sehen, insbesondere Schuhe und Taschen in allen Ausführungen. Wobei sie mal ganz groß, mal als Miniaturen dargestellt sind. Meist haft an ihnen sogar eine besondere Erinnerung, eine Geschichte aus dem Leben Mary Dunns.
 
Zur Vernissage in der Galerie Phillis am 13. Dezember 2003 gab es bei Klaviermusik ein Büffet und auch die Schildkröte bekam mildtätig eine Pflaume gereicht.
 
Die Ausstellung ist noch bis Ende Januar 2004 zu sehen.
 
Mary Dunn NO CIGARS
Galerie-Café Phillis, Pohlstraße 70, 10785 Berlin-Tiergarten
Montag bis Freitag ab 18 Uhr, Samstag ab 19 Uhr geöffnet


 text/foto: Jasmin Kam