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Februar 2006: Temporäre Kunst und weitere Planungen zum Gebiet um die Kurfürstenstraße


Einmal monatlich trifft sich die "Arbeitsgruppe Forum Kurfürstenstraße", um Ideen und Planungen für eine positive Entwicklung des Gebiets voranzutreiben – hier einige Informationen zum Stand der Dinge und zu Ergebnissen der Diskussionen im Februar 2006:


Bebauung Ecke Kufürsten- und Frobenstraße:
Ein lokales Unternehmen beabsichtigt, Grundstücke an der Kurfürsten-/Ecke Frobenstrasse zu bebauen. Geplant ist ein Dienstleistungsangebot mit gehobenem Standard. Es gibt bereits Verhandlungen mit den Eigentümern.


"In-Wert-setzende" Zwischennutzung einzelner Grundstücke/Brachen an der Kurfürstenstraße als temporärer Kunstraum:
Vom stadtplanerischen Gesichtspunkt aus sollten die wertvollen Grundstücke entlang der innerstädtischen Kurfürstenstraße durch mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser optimal genutzt werden – was an vielen Stellen heute noch nicht der Fall ist. Dieser "unschöne" Zustand und die schwierige soziale Situation mit Drogenstrich und erhöhter Kriminalität bedingen sich sicherlich auch gegenseitig.

In Kooperation mit Grundstückseigentümern und Verwaltungen, Gewerbetreibenden und dem Marketing-Club (einer Initiative der Grundstückseigentümer der Potsdamer Straße) sollen die Brachflächen entlang der Kurfürstenstraße als temporärer Kunstraum gestaltet werden. Ein schöner Zeitpunkt zum Start der Aktion wäre die alljährlich stattfindende beliebte Kulturnacht "Magistrale" im Sommer dieses Jahres. "Kunst-Raum statt Schmuddel-Ecken" – so könnte sich die Wahrnehmung vor allem der ungenutzten Grundstücke ins Positive verändern.


Problem "leerstehende Ladenzeilen":
Während am Nollendorf-, Winterfeldt- und Lützowplatzplatz ebenso wie nördlich am Potsdamer Platz das pralle Stadtleben tobt, sind große Teile der Kurfürstenstraße ziemlich öde.
Verbindungen wie die Else-Lasker-Schüler-Straße von der "Kufü" zum Nollendorfplatz funktionieren aus stadtplanerischer Sicht nicht: Leerstehende Ladenzeilen wirken nicht einladend und stehen im krassen Gegensatz zu den belebten Bummel-, Café- und Kneipenstraßen Nord-Schönebergs. Hier sollen Lösungsansätze zur Belebung und Verbindung mit den etablierteren Gebieten der nahen Umgebung gefunden werden.

Bezirkspolitiker aus den beiden Bezirken rund um die Nahtstelle Kurfürstenstraße - Mitte und Schöneberg – haben sich schon positiv zu den Ideen des Arbeitskreises geäußert.

Ein Bonbon zum Schluss: Bald wird die Straße wohl ohnehin viel lebendiger werden - voraussichtlich schon zum Sommersemester werden wieder TFH-Studenten in der ehemaligen Bauakademie (Kurfürstenstraße 141) ein- und ausgehen!

text: Müller/wolk