Suche

Newsletter bestellen für

Top Themen

Fritzlar-Homberg-Grundschule: Wie geht es weiter mit der sozialpädagogischen Betreuung?


Die schulbezogene Sozialarbeit an der Fritzlar-Homberg-Grundschule kann nur noch eingeschränkt angeboten werden.
 
Worum geht es? In der schulbezogenen Sozialarbeit der FHG arbeiten zwei Erzieherinnen und ein Sozialarbeiter in dem Zwischenraum zwischen Schule und Elternhaus. Viele Kinder kommen aus sozial schwachen Familien, manche aus sehr großen Familien, einige aus Familien, in denen nicht viel miteinander gesprochen wird. In vielen Familien ist die deutsche Sprache fremd. Das kann man beklagen, aber es ist so, und die Menschen haben keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Kontakt zu ihrer gesellschaftlichen Umgebung. Es geht darum, Kindern aus solchen Familien unter die Arme zu greifen.

Seit 2004 ist die FHG eine Ganztagsschule und hat als solche zehn neue Erzieherinnen einstellen können. Aus diesen veränderten Umständen hat das Jugendamt geschlossen, dass die schulbezogene Sozialarbeit nicht mehr in bisherigem Umfang nötig ist und die Mittel dafür um etwa ein Drittel gekürzt. Die Erzieherinnen können jedoch die sozialpädagogische Betreuung nicht leisten.

Die Rektorin Ute Nürnberg ist nun besorgt, dass alles, was in jahrelanger Arbeit aufgebaut wurde, beispielsweise der Zugang zu den Familien, der ja nicht selbstverständlich ist, zerstört werden könnte. Helmut Knieper vom Quartiersmanagement sagte nach einem Gespräch mit dem Stadtrat für Jugend und Finanzen Jens Peter Heuer (PDS): "Wir sind uns einig, dass unsere bisherigen Lösungen noch nicht genial sind und wir deshalb noch grundsätzlich konzeptionell arbeiten müssen, wie wir das organisieren können. Denn der Bedarf ist da. Und vor dem Hintergrund des Einzugsgebiets wird wohl immer eine Sozialarbeit notwendig sein."


text: BuM (QB 27)