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Highlights abseits des Kiezspaziergangs - Architektur an der Potsdamer Straße

Selten schweifen die Blicke entlang der vielbefahrenen "Potse" nach oben - dabei ist hier einiges Sehenswerte aus der Berliner Architekturgeschichte schön nebeneinander versammelt. Wer vom Süden, vom U-Bahnhof Bülowstraße her die Straße Richtung Potsdamer Platz entlang läuft, wird eines der Charakteristika der Bebauung gleich bemerken: Einheitlich zeigt sich die Straße keineswegs, auch wenn zumindest im ersten Teil noch einige der alten Gründerzeithäuser erhalten sind. Obwohl völlig anders im Stil als die stuckgeschmückten Fassaden so manchen Nachbarhauses, passt sich das von den namhaften Architekten Hinrich und Inken Baller entworfene Eckgebäude (erbaut 1988/89) an der Pohl- und Potsdamer Straße (Potsdamer Straße 101) hervorragend in den Gesamtzusammenhang ein.

Wie ehemals die gesamte Straße aussah, lässt sich an dem alten Geschäftshaus von Tischlermeister Gustav Nobert (Potsdamer Str. 73) erkennen. Da dem Besitzer der ursprüngliche Bau nicht mehr gefiel, ließ er Fassade und Teile des Gesamtgebäudes 1908 entsprechend seinem Geschmack und nach praktischen Gesichtspunkten umbauen. Dieser Anblick aus der Zeit kurz nach der Jahrhundertwende ist uns bis heute erhalten geblieben.

Und mag man über modernere Architektur mit einheitlichen Fassaden auch geteilter Meinung sein - vom grafischen Gesichtspunkt her hat auch das Studentenwohnheim (1969 bis 1971 nach Plänen der Architektin Sigrid Kressmann-Zschach erbaut) schon fast oben an der Potsdamer Brücke durchaus seinen Reiz für den Betrachter.






