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Im Schöneberger Norden und Tiergarten Süd
Wenn es um die Potsdamer Straße und ihre Umgebung betreffende Projekte geht, sind nicht selten die beiden Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) von Tempelhof-Schöneberg und Christian Hanke (SPD) von Mitte zusammen zu sehen.
Das liegt an der Bezirksgrenze, die die eine Seite der Kurfürstenstraße diesem und die andere Seite jenem Bezirk zuschreibt. In beiden Gebieten, sowohl im Schöneberger Norden als auch in Tiergarten Süd, wurde ein Quartiersmanagement eingesetzt. Beide Gebiete haben sehr ähnliche Probleme, beide Gebiete wirken in das jeweils andere hinein, und oft sind die Lösungsansätze in beiden Gebieten ähnlich, zumindest aber vergleichbar. Das ist aber nur die eine Seite.
Die Potsdamer Straße führt von der Potsdamer Brücke am Schöneberger Ufer bis zum Kleistpark in Schöneberg. Und in beiden Gebieten sind auch die Potentiale, die Angebote und die genutzten oder auch die ungenutzten Möglichkeiten ähnlich. Und das ist die andere Seite.
Um die genutzten geht es in der Ausstellung „Im Schöneberger Norden und Tiergarten Süd“. Sie dokumentiert auf 160 Fotos die Angebote an Kunst und Kultur, an Architektur und schönen Plätzen, Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und gewerbliche Betriebe, also Läden und Manufakturen und so weiter.
Für die Konzeption und die Realisierung der Ausstellung sind Uta Zech und Walter Dombrowski verantwortlich. Aus 1800 Bildern haben sie eine Auswahl getroffen und zu jedem Bild einen kleinen Text geschrieben. Diese Dokumentation ist unvollständig, das kann auch gar nicht anders sein. Sie ist – und auch das ist unvermeidbar – subjektiv. Und sie ist erklärtermaßen von dem Willen getragen, das Positive zu zeigen.
Und sie wird auch diejenigen überraschen, die glauben, ihren Kiez schon ganz gut zu kennen. Und sie erzählt so manche Geschichte, die man schon immer mal gerne gewusst hätte, wie zum Beispiel auf wenigen Zeilen – also leicht gekürzt – die bewegte und bewegende Lebensgeschichte des mittlerweile 80jährigen Antiquars Wolfgang Staschen, dessen Lebensmotto lautet: „Ein Tag ohne Buch ist ein verlorener Tag.“
Im Flyer zur Ausstellung wird ein Satz des damaligen Polizeipräsidenten Traugott von Jagow zitiert, den dieser anlässlich einer geplanten Demonstration an die Litfaß-Säulen plakatieren ließ: „Die Straße dient ausschließlich dem Verkehr. Ich warne Neugierige.“ Donnerwetter – was in diesem Satz alles drinsteht!








