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Ehrenamt hält Fipp – äh, fit!

Am 6. November 2010 verlieh das Bezirksamt Berlin Mitte Jörg Borchardt den Ehrenamtspreis für besonders vorbildliches, freiwilliges und unentgeltliches Engagement

Fipp e.V. und der interkulturelle Familiengarten in der Kluckstraße bilden für viele Kinder und Jugendliche einen bedeutenden Treffpunkt im Kiez. Ohne ehrenamtliche Arbeit könnten diese Orte nicht bestehen.

Jörg Borchardt: ehrenamtlich, aktiv und mit Plänen
Wenn man Jörg Borchardt auf dem Fahrrad die Potsdamer Straße entlang radeln sieht, dann möchte man gar nicht glauben, dass er bereits 69 ist. „Ehrenamtliche Arbeit, vor allem im Bereich Kinder- und Jugendhilfe, kann außerordentlich lebensverlängernd wirken. Man bleibt geistig fit. Ich kann es also nur jedem empfehlen, der die Zeit hat.“, so seine Erklärung. Aha.
Versteht sich fast schon von selbst, dass den ehemaligen Lehrer das Thema sein ganzes Leben lang verfolgt. Egal ob als Kind im Verein, oder beim Spielplatzbau an der ehemaligen Grips Schule, Jörg Borchardt setzt sich für andere ein.
Als Mitglied im Quartiersrat macht er sich für den Kiez stark. Zusätzlich ist er ehrenamtlich im Vorstand von Fipp e.V., dem Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis, und so auch an der Förderung des Kinder- und Jugend-Treffpunkts in der Kluckstraße 11 beteiligt.
Vor allem auf den interkulturellen Familiengarten dort ist er stolz. Am 17. April 2010 wurde das Projekt mit einer Pflanzaktion feierlich gestartet, „heute wächst da schon ein richtiger Urwald.“ Unter Borchardts Bauleitung entstand auch der Lehmofen, der am 3. September mit einem leckeren Pizzaessen für große und kleine Besucher eingeweiht wurde.
Trotz der vielen Probleme, die der Bezirk rund um die Potsdamer Straße noch immer hat, der weiter auseinander klaffenden Schere zwischen Arm und Reich, gerät bei solchen Projekten die Herkunft einfach in den Hintergrund. Kinder und Jugendliche kommen miteinander in Berührung, die im Alltag wenig Anknüpfungspunkte haben. Auch die Familien werden einbezogen. Jeder der Lust hat, kann mitmachen.
Klar, dass Jörg Borchardt auch für die bevorstehende Quartiersratswahl am 26. November 2010 wieder kandidieren wird. Aber nun geht‘s erstmal wieder aufs Rad. Er muss noch nach Marzahn, einen neuen Lehmofen bauen, ehe es Bodenfrost gibt.  -

Der Lehmofen verfügt über zwei Backröhren, von denen eine „Halal“ (nicht für Schweinefleisch) ist. Den Schlüssel zum Familiengarten gibt‘s werktags bis 18.00 Uhr im Fipp Treffpunkt, Kluckstr.11.

mitte(n)dran 03; text: J.W.