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Juli/August 2004: MoMA-Meisterwerke aus Plastik


 
"Ich war mal ne`Plastiktüte!" - das dürfen Dodi Reifenbergs Kunstwerke stolz von sich behaupten.
Seit zehn Jahren arbeitet der Künstler mit diesem Ein-Weg-Material -  Aus aller Welt hat er Tüten zusammengetragen.
Neben Collagen und Skulpturen entstanden daraus auch Kleidungsstücke.



 
Doch nicht nur geklebte Collagen gibt es zu sehen.

Auch aus textiler Handarbeit sind kleine Kunstwerke entstanden. Rose Meckmann nähte die Tütenflicken mit der Nähmaschine zusammen und häkelte aus Plastikstreifen sogar einen Lichtenstein.

 
Dodi Reifenberg
Recycling Modern Art - Masterpieces cheap and charming
Nach einer Idee von Mechthild Rausch  - Mitarbeit Rose Meckmann
geöffnet von Di-So 14-20 Uhr

Die Ausstellung läuft bis zum 10. August 2004. Der Eintritt ist frei.
Die Exponate können zum Einheitspreis von 150 Euro erstanden werden.







 
Vor der Galerie der Künste GdK muss nicht auf Einlass gewartet werden. Dafür darf sich der Kunstliebhaber eine neue Adresse merken.
 
GdK Galerie der Künste
Potsdamer Straße 78
10785 Berlin (Tiergarten)


Die neuen Ausstelungsräume finden Sie immer noch an am selben Straßenabschnitt, nun etwas südlicher zur Lützowstraße hin. Mehr Informationen gibt es unter www.gdk-berlin.de .

Die Galerie der Künste GdK zeigt in ihrer Ausstellung "Recycling Modern Art -  Masterpieces cheap and charming" Plastik-Collagen, die den MoMA-Meisterwerken nachempfunden sind.

Zusammen mit Mechthild Rausch (Konzept) und Rose Meckmann hat Dodi Reifenberg diese Meisterwerke mit seiner "Tütenkunst" neu erschaffen.
 Kleine bunte Plastikfetzen hat Dodi Reifenberg aneinander und übereinander geklebt: "Ich habe nachgerechnet - für ein Bild brauche ich ungefähr zwanzig Meter (Klebeband). Sieh', wie stabil es jetzt ist."

 
Zum Ausstellungskonzept gehört auch, dass diese Kunstwerke zu einem erschwinglichen Preis zu haben sind. Diese Kunst aus Alltagsmaterial soll auch im Alltag einen Platz haben.
Kunstgenuß sollte nicht nur nach stundenlangem Warten und mit einem hohen Eintrittspreis verbunden sein.

 
Ein junges Paar bleibt vor jedem Bild stehen. Ein kurzer Blick - das Werk ist erkannt.
Die beiden sind natürlich im Vorteil: als Ausstellungsführer in der Neuen Nationalgalerie erklären sie den MoMA-Besuchern dort die wertvollen Orginalbilder.

text/fotos: Jasmin Kam