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Klangraum Kurfürstenstraße
Von Mitte Juni bis Ende Juli 2007 wird die Kurfürstenstraße zu einem Klangraum, der aufhorchen lassen wird. Neue, unerwartete und faszinierende Klangerlebnisse und -erfahrungen werden das Bild der Kurfürstenstraße verändern.
Der Klangraum Kurfürstenstraße spricht den Sinn an, der im Straßenalltag gewöhnlich durch Lärm und Misstöne bis zur Grenze des Erträglichen belastet wird: Das Hören.
Der Stadtraum hält eine Fülle von visuellen Reizen bereit, von allen Seiten dringt Werbung, Werbung und nochmals Werbung auf die Menschen ein. Man möchte oftmals einfach die Augen schließen. Die Ohren hingegen sind immer geöffnet- die Kakophonie der Stadt lässt sich nicht ausblenden.
Hier setzt der Klangraum ein: Unerwartet, überraschend, geheimnisvoll erreichen Klänge und Geräusche das Ohr der Passanten. Wobei die Herkunft der Klänge nicht sofort ersichtlich ist. Der Schwerpunkt des Klangraumes Kurfürstenstraße liegt im Bereich zwischen Cafe Einstein und der Potsdamer Straße.
K&K Kulturmanagement & Kommunikation hat im Auftrag des Quartiersmanagements Magdeburger Platz Ende Januar 2007 in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin Klangkünstler und Komponisten aufgerufen Ideen für Klanginstallationen in der Kurfürstenstraße einzureichen.
Folgende Klanginstallationen wurden von der Jury ausgewählt und werden den "Klangraum Kurfürstenstraße" bilden:
- Versunkene Glocken von Johannes S. Sistermanns, Bornheim: Aus mehreren Regenwassergullys wird eine Glockenkomposition erklingen. Realisierung Kurfürstenstraße Ecke Frobenstraße.
- Kurfürsten Else von Satoshi Morita, Berlin: Aus eingegrabenen Lautsprechern ertönt eine Klangkomposition, die die alltäglichen Klangeigenschaften des Ortes mit einbezieht. Realisierung vor den Plakatwänden Kurfürstenstraße 136/137.
- Klangwäldchen von Åsa Helena Stjerna, Stockholm, in Zusammenarbeit mit Manfred Fox, Berlin: Das Birkenwäldchen Kurfürstenstraße 134, Ecke Kielganstrasse wird in eine sanfte Wolke aus Klängen gehüllt, den Birken werden Stimmen verliehen.
- Halluzi von Kirsten Reese, Berlin: In dieser Klanginstallation werden Wünsche und Realitäten der sehr unterschiedlichen Orte, Lebens- und Gefühlswelten (Toilettenhäuschen, Woolworth, Cafe Einstein, Möbelhaus Hübner, Prostituierte, Kirche, U-Bahnschacht, Sexkaufhaus) miteinander verzahnt und gegenübergestellt.
- Metropolitain von Maria Vill, Berlin. Aus dem vergitterten U-Bahn-Schacht vor der 12-Apostel-Kirche erklingt die unverwechselbare Atmosphäre der Pariser Metro.
- Zaunklang von der Kunstgruppe Gottlieb, Berlin: In Kooperation mit den Schülern der Grips-Grundschule wird im Vorgarten der Schule der Klang eines jeden der 231 Zaunstreben im Zusammenspiel mit charakteristischen Klängen aus der Alltagswelt der Schüler zu einer Klanginstallation zusammen gefügt.
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