Suche

Newsletter bestellen für

Top Themen

  • Volles Sommerferienprogramm in den U-Bahn-Bögen!

    Ausflüge, Sport, Spiel, Wettbewerbe, vieles mehr: Das Jugendteam des Stadtteilvereins Tiergarten e.V. und das Mädchenprojekt bietetn in den Sommerferien jeden Tag etwas anderes, viel Spaß an alle, die in den Ferien hier sind! [mehr]
  • Ein Fußball für zwei Tore

    Gelungene Fußball-Benefiz-Versteigerung bei der Galerie Gilla Lörcher: Ein echter signierter WM-Ball brachte neben Spannung und guter Laune über 660 Euro ein – und die Streetfußballer des Stadtteilvereins Tiergarten jubeln über zwei neue Übungstore. [mehr]
  • Förderprogramm STÄRKEN vor Ort: Jetzt Projektvorschläge einreichen!

    Für Projekte, die die Verbesserung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration von jungen Menschen mit schlechten Startchancen sowie Frauen mit Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben unterstützen, können Sie bis zum 19. September 2010 Mittel beantragen. [mehr]
  • Sonne, Fußball, Musik und gute Laune: das Sommerfest 2010

    Hitze, gute Laune, Musik, Tanz, Fußballjubel : Große und Kleine ließen es sich auf dem Sommerfestival an den U-Bahn-Bögen gut gehen – viel Spaß mit unserem Bilderbogen! [mehr]

Kurfürstenzentrum in Planung - öffentliche QR-Sitzung mit Dikussionen

Plan
So soll es nach Wunsch des Investors einmal aussehen: das Kurfürstenzentrum

Richtig groß ist der Parkplatz vor Möbel Hübner an der Ecke Kurfürsten- und Genthiner Straße – und richtig groß soll nach Wunsch des Investors Franz-Josef Glotzbach auch das „Kurfürstenzentrum“ an dieser Stelle werden:

Schon sind ein Drogeriemarkt, ein Naturkaufhaus und ein Lebensmittel-Discounter für das Erdgeschoß geplant. Darüber ist für einen weiteren Vollsortiment-Lebensmittelmarkt Raum, für Einzelhandel und einige Parkplätze, noch mehr Autos passen in die Parkdecks des zweiten und dritten Stocks; ein Ärztehaus im Vierten komplettiert das Zentrum.

Ist so etwas gut oder schlecht für Tiergarten Süd?

Planungen
Schon vor Beginn der Veranstaltung war das Interesse an den Planungen groß

 

Diese Frage stellten sich Anwohner, QM und QuartiersRat auf einer öffentlichen QR-Diskussions-Sitzung am 29. April 2008 – und kamen zusammen mit interessierten Fachleuten zu gemischten Ergebnissen, die auch in ein Statement von QM und QR einflossen (PDF 65 kb).

Publikum
Aufmerksames Publikum - in der vorderen Reihe v.l.n.r.: Klinnert (QM), Faust (Architekt), Glotzbach (Investor), Gothe (Baustadtrat); Moderation: Borchardt (QR)

Ja, eine Einkaufsmöglichkeit für Nahrungsmittel wäre richtig gut, das fehlt, das bestritt auch niemand.

Aber dem gegenüber steht die Angst, das Zentrum könne den schon vorhandenen Läden an der Potsdamer Straße das Wasser abgraben.
Sei es, dass die Einzelhändler dort unter dem Konkurrenzdruck leiden, oder dass sie sogar ihre Geschäfte schließen müssen, so dass das Zentrum - nun mit womöglich weiteren Wegen für die Anwohner - die mühsam aufgebaute Vitalität der Potsdamer Straße wieder abzieht.

Essentials
Essentials aus Sicht des QMs

Auch ob so viele Parkplätze wie auf den Decks geplant nötig und wirtschaftlich sinnvoll sind, wurde bezweifelt – womöglich, so die Befürchtung, würde das Parkhaus ja eher den Straßenstrich mit zusätzlichen Vollzugs-Plätzen versehen und den Autoverkehr weiter ankurbeln.

Und mit dem dicken Auto bis an die Praxistür vorzufahren, wie im schicken Imagefilm des Investors vorgeführt, das konnte sich für den Stadtteil keiner so richtig vorstellen.

Argumente
Argumente aus dem Publikum...


Bislang ist die Fläche noch als Günfläche ausgewiesen; für diese, so der Hinweis von QM und QuartiersRat, muss im Rahmen einer Nutzungsänderung ein Ausgleich geschaffen werden - möglichst ein höherwertiger als der jetzige Parkplatz mit seinen rudimentären Pflanzungen.

Und auch die längst projektierte Durchwegung des Geländes - momentan eher ein geteerter Schleichweg - soll erhalten bzw. ausgebaut werden.

Diskussion
... und Erwiderungen des Investors

Doch wenn Bebauung, wenn Kurfürstenzentrum, dann bitte doch mit einem Zuwachs an Lebendigkeit und Nutzen für den Kiez.

Keinesfalls mit toten Fassaden, so die Wünsche von QM und Anwohnern: Ein lichtes Erdgeschoss mit viel Glas, hinter dem auch etwas zu sehen ist; Zugänge von der Kurfürstenstraße aus – wer geht schon ums Eck in die Genthiner; vielleicht ein Café oder Ähnliches, keine „toten“ Elemente wie abendlich leere Parkflächen...

Auf jeden Fall sollte das Zentrum Verknüpfungspunkte mit dem umliegenden Stadtteil erhalten, es soll anziehend wirken und nicht als klotziger Fremdkörper oder „UFO“ im Stadtteil landen.

Bravo
Auch im weiteren Planungsverlauf soll es Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung geben.

Verständlich daher auch der Wunsch der Anwohner, am weiteren Verfahren beteiligt zu werden, vielleicht ist auch vorteilhaft für die Gestaltung der Fassade gegenüber dem 12-Apostel-Kirchplatz einen Wettbewerb ins Leben zu rufen.


Dieser Tage geht es im Bezirksamt um die Änderung der Nutzung, die durch den so genannten Aufstellungsbeschluss eingeleitet wird. Hier können sich Bürger ganz aktiv einmischen und so die Zukunft ihres Kiezes mitbestimmen.

Auch Investor Glotzbach sagte weitere Treffen, z.B. Workshops für die Fassadengestaltung, zu – wir informieren Sie natürlich hier im Quartiers-Portal über die nächsten Mitbestimmungs-Möglichkeiten und Termine.

text/fotos: wolk