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LOS-Projekt "Boulderwand" in der Kluckstrasse 11 (FiPP e.V.)


Seit Ende Juli steht auf dem Gelände der Kluckstrasse 11 eine große selbst gebaute Boulderwand, eine Kletterwand, die Kinder und Jugendliche schon rege nutzen. Dass diese Kletterwand dort gebaut wurde, ist einem LOS-Projekt zu verdanken:

Zielgruppe dieses Projekts waren Menschen im Stadtteil, die so ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern konnten – zum Großteil Jugendliche, aber teilweise auch Erwachsene. Neben der Entwicklung handwerklicher Fähigkeiten stand die weitere Qualifizierung von Menschen im pädagogischen sowie im Freizeit- und Sportbereich:

a) Erstes Ziel war, dass Menschen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Dies sind besonders Fähigleiten im handwerklichen Bereich, aber auch soziale Fähigkeiten, wie z. B. zum Teamwork.
b) Zweites Ziel war, die Motivation zu erhöhen, sich weiter zu qualifizieren.
c) Drittes Ziel war, (wieder) Spaß an Arbeit zu entdecken, indem ein konkretes und nutzbares Ergebnis geschaffen wurde, das von der sozialen Umgebung gesehen, geschätzt und genutzt werden kann.
d) Viertes Ziel war, dass Menschen sich bei dem Projekt kennen lernen und soziale Kontakte knüpfen.

Entstanden ist eine so genannte Boulderwand mit Fallschutz (Kiesbett), dierelativ gefahrlos auch ohne Sicherungsgurte genutzt werden kann. Sie ist auf dem Gelände der Kluckstraße öffentlich zugänglich, aber auch durch die Einrichtungen in der Kluckstrasse bis zu einem gewissen Grad vor Vandalismus geschützt.

Kern des Projektes war die 3 Wochen dauernde Bauzeit. Unter Anleitung von erfahrenen PädagogInnen und Fachleuten (Handwerk) wurde die Boulderwand von einer Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen selbstständig errichtet.


Die TeilnehmerInnen des Projektes lernten dabei den Umgang mit Werkzeugen und verschiedensten Bausstoffen kennen. Besonders für Jugendliche lag der klare Vorteil dabei, dass das Ergebnis der Arbeit erhalten bleiben wird und nicht, wie sonst oft üblich bei überbetrieblichen Ausbildungen, wieder eingerissen wird und nicht genutzt wird. Es entsteht also ein direkter Bezug zwischen der Tätigkeit und einem Arbeitsergebnis, das auch für andere Menschen sichtbar und nützlich ist. Die fertige Boulderwand kann von allen Menschen im Stadtteil genutzt werden.

Die farbliche Gestaltung der Boulderwand ist jetzt, im September, noch nicht ganz abgeschlossen. Im Laufe der nächsten Wochen werden Jugendliche daran weiter arbeiten.
Wer noch eine Idee für ein gesprühtes Bild auf der Boulderwand hat (vorzugsweise zum Thema Klettern), kann sich bei Andre Hutzler von FiPP e.V. in der Kluckstrasse 11 melden!

text/fotos: FiPP e.V.