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Lyra e.V.

 
In Russland war Raissa Belova Mathematik-Lehrerin. Seit Oktober 1992 lebt sie in Berlin, und vor drei Jahren hat sie den Verein Lyra gegründet. "Die Lyra ist ein Instrument", sagt sie, "und unsere Hauptidee war, Musik- und Kulturunterricht für russische Kinder zu geben, regelmäßige Lesungen zu veranstalten und die russische Kultur auch in Deutschland am Leben zu halten."
Lyra – ein schöner Name für einen Verein, der sich diese Aufgaben gestellt hat, besser als Interkult, wie der Verein zunächst hieß, poetischer.

Jetzt veranstaltet der Verein Sprachunterricht sowohl für Kinder als auch für Senioren und ist eine der Initiativen, aus denen das Integrationszentrum entstanden ist. 35 Senioren kommen zweimal pro Woche, ebenso viele Kinder einmal. Es wird nicht nur Deutschunterricht angeboten, sondern auch Englisch und Russisch, Musik und Mathematik, in kleinen Gruppen oder als Nachhilfeunterricht. Und das alles im Großen und Ganzen ehrenamtlich. Nur eine Deutschlehrerin aus Moskau wurde für ihren Unterricht bezahlt.

Lyra war zusammen mit dem Tiergartener Internationalen Sportclub 99 auch einer der Ausgangspunkte des Integrationszentrum (siehe Quartiersblatt 11). Da ist etwas gewachsen, was mit dem Integrationszentrum organisiert werden sollte.
Raissa Belova ist sowohl in dem Verein aktiv, als auch im Nachbarschaftstreff (siehe neben stehenden Bericht). Dort für einen "kleinen Lohn", wie sie sagt. Aber aufs Geld komme es ihr gar nicht an. "Es leben viele Russen hier im Kiez." Und denen bietet sie ihre Fähigkeiten an. Zum Beispiel auch Sozialberatung. Oder Stadtführungen durch Tiergarten. Man kann ja so viel tun. Wer etwas von ihr wissen möchte, findet sie im Nachbarschaftstreff. Oder bei Lyra.
 

text: BuM - Quartiersblatt 12