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März 2004: "zivilgeneratur" - Galerie der Künste stellt Sprache aus

 
Mitten auf der Potsdamer Straße steht mannshoch "zivilgeneratur". Mit diesem fiktiven Wort fasst die Galerie der Künste neun Arbeiten "zur Sprache der zivilen Evolution" zusammen.
 
Seit dem 6. März 2004 ist diese Ausstellung in den neuen Räumen der GdK an der Potsdamer Brücke zu sehen.

Gleichzeitig wurde das Sprachmuseum papirossa in den virtuellen Räumen des Internets feierlich eingeweiht, wo die gezeigten Werke mit einer digitalen Fassung weltweit zugänglich sind.
 
Um 'Sprache darzustellen' verwendeten die Künstler die verschiedensten medialen Ausdrucksmittel und Arbeitstechniken. Zum Beispiel die Fernsehdokumentation einer Straßenperformance, die Projektion von geschriebenem oder eine interaktive Soundinstallation. Sogar live wurde eine Sprachinterpretation dargeboten.
 
Zur Vernissage sind die beiden Amerikanerinnen Janet Ginsburg und Camile Rose Gracia extra aus Los Angeles angereist. Ihre 'cherry girl liberation army' besteht aus 19 Puppen, jede hat ein 'kassettenspieleraudio' im Innerem.

 
Leise flüstern sie dem geneigtem Zuhörer ihre Furcht ins Ohr.

"I'm afraid of science"

Der wissenschaftliche Fortschritt bedrohe die Menschheit, so Janet Ginsburg, jede neue Erkenntnis fordere die Fortsetzung der Forschung, jede neue Technik berge unvorhersehbare Risiken.

 
Einen 'antrag auf gewährung einer kannversorgung' diktierte Wojciech Stamm (alias Lopez Mausere) merhmals am Abend seiner Sekretärin. Wie aus einem amtlichen Anschreiben im besten Bürokraten-Deutsch eine performative Klanginstallation wurde und was eine Schreibmaschine und eine Tischschublade zur zivilen Evolution beitrugen, kann bis zum 28. März 2004 'vor Ort' erkundet werden.

 
GDK Galerie der Künste
"zivilgeneratur"
6. bis 28. März 2004

Potsdamer Straße 58
10785 Berlin-Tiergarten

geöffnet Di bis So
von 14 - 20 Uhr 

 
Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Internet-Seiten:

www.gdk-berlin.de
www.papirossa.org
 

text/fotos: Jasmin Kam