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März 2005: Planungen zu Weiterentwicklung und Aufwertung des öffentlichen Raums in der Genthiner Straße und Kurfürstenstraße

Genthiner und Kurfürstenstraße gelten als "Sozialer Brennpunkt" mit Drogenstrich – in einem Projekt in Zusammenarbeit mit der TFH Berlin und anderen Partnern soll ein Aufwertungs-Konzept entstehen.
Der Blick auf die städtebauliche Problematik der Kurfürstenstraße wird in der öffentlichen Wahrnehmung verstellt durch das Stigma als "sozialer Brennpunkt" mit der besonderen Problematik des Drogenstrichs. Besonders brachliegende und städtebaulich "ungeordnete" Flächen bieten Nischen, die von außen kaum einsehbar sind und im Zusammenhang mit der Drogen- und Prostitutionsszene die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen.
Auch die Genthiner Straße bietet durch die monotone Struktur keine Aufenthaltsqualität. Insbesondere abends verödet die Straße und zieht so Drogenhandel und Prostitution an.
Dem soll ein neues Projekt entgegenwirken: Ziel sind Strategien zur Belebung beider Straßen und damit zur Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen Raum.
Im Rahmen der Vorarbeiten wurden bereits eine städtebauliche Bestandsaufnahme sowie eine Sozialraumanalyse erstellt, in der Anwohner, Gewerbetreibende und Experten um eine Einschätzung der Lage vor Ort gebeten wurden. Der Stadtteilbeirat des Quartiers hat im Sommer 2004 diese Vorlagen erörtert und einen Maßnahmeplan verabschiedet - Näheres dazu finden Sie HIER.
Das "Städtebauliches Forum Kurfürstenstraße" soll unter Einbeziehung einer möglichst breiten Öffentlichkeit die Anlieger dazu anregen, sich weiter mit dem öffentlichen Raum der Kurfürstenstraße und Genthiner Straße zu beschäftigen, sich für ihre direkte Umgebung zu engagieren und so ihre Einstellung zum Gebiet zu verändern. In diesem Rahmen gab es zwei öffentliche Foren - zum einen zu den Planungen für das Gebiet und ein zweites zum Sozialraum. Einen Überblick über das Gesamt-Forum finden Sie HIER.
Anwohner und Interessierte, Gewerbetreibende und Eigentümer, Träger sozialer Einrichtungen und der beiden ansässigen Quartiersmanagements und Mitglieder von Bezirksamt, Senatsverwaltung und Behörden sollen so als Experten für das Gebiet ihre Ideen und ihr Wissen zusammentragen und so die Grundlage für die Arbeit der Studenten schaffen.
Im Sommersemester 2005 werden dann etwa 200 Studenten des Fachbereichs "Architektur" der TFH Berlin in zwölf Arbeitsgruppen Konzepte für die Kurfürstenstraße von der westlich gelegenen Schillstraße bis hinüber zur Potsdamer Straße erarbeiten. Diese Konzepte nehmen an einem Wettbewerb teil; eine Fachjury prämiert die besten Vorschläge, die anschließend zur Weiterentwicklung der Straße empfohlen werden.
Auch aktuell im Vorfeld tut sich schon einiges in Sachen "Verschönerung": Auf Initiative des Quartiersmanagements Schöneberger Norden findet am 3. März eine Veranstaltung statt, auf der Gestaltungsvorschläge für den Vorplatz der 12-Apostel-Kirche präsentiert werden.
text: Kerstin Müller/wolk; foto: wolk






