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Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird nicht im Quartier entschieden, gleichwohl machen sich ihre negativen Auswirkungen vor Ort deutlich bemerkbar. Das Quartiersmanagement hat sich auf diesem Feld zwei Prioritäten gesetzt: die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt besonders für benachteiligte Bewohnergruppen und die Förderung der Entwicklung der Gewerbestruktur im Gebiet.
In den ersten Jahren ging es vor allem darum, die verschiedenen Förderprogramme wie "Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen" (ABM) oder Hilfe zur Arbeit (HzA) so einzusetzen, dass die Menschen auf den Handlungsfeldern des QM tätig werden konnten. So konnten in den ersten drei Jahren jeweils 15 bis 20 Sozialhilfeempfänger für Arbeiten im Wohnumfeld oder in Projekten oder in lokalen Gewerbebetrieben eingesetzt werden.
Ein anderes Beispiel: Zwanzig ABM-Kräfte haben in allen fünf QM-Gebieten im Bezirk Mitte in 21 Kitas und Schulen Malerarbeiten durchgeführt. Ein Teil der Fördermaßnahmen läuft nach der Hartz-Gesetzgebung aus, Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit dem Bezirk auf diesem Gebiet müssen noch ausgelotet werden. Dabei kommt es darauf an, den lokalen Bezug zu sichern.
Seit 1999 bietet das QM laufend Beratung für Gewerbebetriebe und Beschäftigte mit dem Ziel an, vorhandene Arbeitsplätze zu erhalten. Das QM versucht die Gewerbebetriebe in die Quartiersentwicklung einzubinden. Mehrere Projekte dienten der Weiterbildung besonderer Personengruppen, wie zum Beispiel sozial benachteiligter Frauen. Im Jahr 2003 haben 15 Teilnehmer die Chance genutzt, sich in einem "Büroprojekt" auf den neuesten Stand der Bürotechnik zu bringen.
Problematisch ist für viele Jugendliche die Schnittstelle zwischen Schule und Berufsausbildung, weshalb das QM eine Jobleitstelle mit einer Laufzeit von Dezember 2004 bis Mai 2007 aufgebaut.
Eines von acht sehr unterschiedlichen Projekten, die sich unter der Überschrift "Förderung von Kleingewerbe und Unterstützung von Existenzgründungen" zusammenfassen lassen, war ein örtliches Branchenverzeichnis als Wegweiser durch Handel und Gewerbe, das erstmals im Jahr 2000 herausgegeben. Eine aktualisierte Fassung kann seit 2004 im Internet (Kiezportal) aufgerufen werden. Ein Leerstandsmanagement über das Kiezportal ist in Vorbereitung, die Möglichkeiten einer Gewerberaumbörse werden noch geprüft.
Unabhängig davon entwickelt das QM Ideen zum Umgang mit leer stehenden Ladenräumen und Gebäuden. So führten auch die Bemühungen um das leer stehende Haus der Köpenicker Bank in der Potsdamer Straße 76/78 zum Erfolg: die Galerie der Künste ist eingezogen und veranstaltet regelmäßig Events. Womit wir einen Übergang zu unserem letzten Kapitel geschafft haben.






