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Neuer Menüpunkt für mehr Transparenz in Sachen Grundschul-Fusion
Völlig undurchschaubar, alles von vorneherein schon abgesprochen, Gemauschel, undemokratisch, hintenrum: Solche Wörter fielen über den ganzen Prozess bis zur Fusionsentscheidung für die beiden Grundschulen in Tiergarten Süd häufig. Und nicht zu unrecht. Denn die Erfahrung, mit dem Kopf gegen eine unsichtbare Wand zu rennen und sich missachtet und veräppelt zu fühlen, machten Eltern, Lehrerkolleg und Schülerinnen und Schüler, die gegen die Fusion gekämpft hatten – hier erfahren Sie Näheres zum Vorlauf.
Das soll sich ändern: Die nun beginnende Fusion – knapp ein Jahr Zeit bleibt, bis aus zwei Schulen eine werden soll, kurz genug für so ein Vorhaben – soll offen laufen, ein transparentes Verfahren, an dem alle relevanten Leute beteiligt sind.
Eine gute Möglichkeit, zu dieser Transparenz beizutragen, ist das Internet. Deswegen gibt es hier im Quartiers-Portal einen neuen Menüpunkt "Fusion der Grundschulen", aus dem Interessierte Aktuelles zur Fusion erfahren können – durch Veröffentlichung von Terminen oder Berichte aus den Steuerungsrunden und den verschiedenen Arbeitsgruppen.
Dieser Prozess ist ergebnisoffen, es gibt also keine Vorgaben: Beide Schulen und der Hort sollen sich gleichberechtig über ein zukünftiges pädagogisches Konzept und Profil verständigen. Eltern und weitere wichtige Akteure, die dieses Vorhaben stärken können, werden mit einbezogen.
Schon vor den Sommerferien 2009 traf sich eine große Runde unter Beteiligung der Schulaufsicht (zuständig für inhaltliche Belange), Schulamt (zuständig für äußere Vorgaben wie Gebäude etc.), Lehrer/innen, Elternvertreter, Vertreter/innen von Hort, QM und Lokalem Bildungsverbund.
Auch beide Schulkonferenzen – also die jeweilige Schulleitung, das Lehrerkolleg und die Elternvertretung – haben Stellungnahmen abgegeben, die in die Planung mit eingehen.
Der grobe zweiteilige Zeitrahmen ist abgesteckt: Zum 1. Februar 2010 soll die Grips-Grundschule zur FHG ins Lernhaus ziehen, beide Schulen behalten noch jeweils ihr Personal und Profil. Nach einem halben Jahr, also zum Schuljahresbeginn 2010/2011, folgt dann die Komplett-Fusion: Ab dann gibt es nur noch einen Schulnamen, ein Konzept, eine Leitung und ein Kollegium – eine neue Schule ist entstanden.
Verschiedene Arbeitsgruppen sollen den Weg bis dahin bereiten: Wichtige Einzelthemen sind das Raumkonzept, ein Präventionskonzept, die Vernetzung im Kiez, Öffentlichkeitsarbeit, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendbereich, gegenseitiges Kennenlernen der Schülerinnen und Schüler, ergänzende Betreuung, offener und gebundener Ganztagsbetrieb, IT in der Schule, sonderpädagogische Förderung, Schulanfangsphase, pädagogisches Konzept/Profil, die Organisation der Umzugs, Vorbereitung gemeinsamer Studientage oder die Organisation des Alltags der beiden Schulen an einem gemeinsamen Standort.
Kurz: Es gibt eine Menge zu regeln!
Wir hoffen, hier mit einem zentralen Präsentationsplatz für Informationen aus den Arbeitsgruppen zur angestrebten Transparenz beitragen zu können – und wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche und befriedigende Fusion.






