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Notinseln für Kinder in Angst Geschäftsleute bieten Kindern Sicherheit
Eigentlich ist die Idee ganz einfach: Kinder in Angst brauchen Schutzräume, in denen sie sich sicher fühlen können. Und diese Schutzräume müssen unkompliziert zu erreichen und sie sollten möglichst dicht in der Stadt verteilt sein. Was noch wichtig ist: Die Schutzräume müssen für die Kinder leicht als solche zu erkennen sein. Sie brauchen also ein Signal. Genaugenommen kann jedes Geschäft diese Bedingungen erfüllen. Geschäftsinhaber, die bereit sind, sich der Aktion anzuschließen, signalisieren Kindern durch einen Aufkleber im Schaufenster: „Wo wir sind, bist du sicher.“ Die Idee ist eigentlich ganz einfach, sie muss nur organisiert werden.
In Tiergarten Süd hat diese Aufgabe das Quartiersmanagement zusammen mit der Deutschen Polizeigewerkschaft – Landesverband Berlin e.V. und dem MediationsZentrum Berlin e.V. übernommen. Sie suchen Geschäfte, die mitmachen, und sie gehen durch die Schulen und Kindertagesstätten und informieren in allen Schulklassen und Gruppen über das Projekt. Denn das ist natürlich ganz wichtig, dass die „Notinseln“ vor allem bei den Kindern bekannt sind. Das Projekt ist von der „Hänsel und Gretel-Stiftung“ in Süddeutschland entwickelt worden, deren Kooperationspartner in Berlin ist die Deutsche Polizeigewerkschaft.
Es gibt viele Möglichkeiten, durch die Kinder in Angst versetzt werden oder gar in Not geraten können. Wichtig ist dann, dass sie nicht allein sind und sich nicht in der großen Stadt verloren vorkommen, dass sie auf jemanden treffen, der ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Wenn sich dann ein Kind tatsächlich in eine solche „Notinsel“ rettet, werden die Geschäftsleute oder ihre Mitarbeiter sich an die Eltern wenden oder an den Kindergarten oder an die Schule. Oder, auch das kann vorkommen, wenn das Kind nicht nach Hause will, an den Kinder- oder Jugendnotdienst.
Das alles sind selbstverständliche Hilfeleistungen? Ja, das kann man so sehen. Doch übernehmen diejenigen, die ihren Laden als „Notinsel“ anbieten, eine besondere Verantwortung für die Kinder, die da eventuell kommen. In Neukölln ist das Projekt vor einem Jahr gestartet, doch bisher gibt es noch keine Rückmeldung, wie oft eine „Notinsel“ aufgesucht wurde. Das kann auch ein gutes Zeichen sein. Denn selbst, wenn der Notfall nicht eintritt, bietet doch allein die Möglichkeit, sich in einen Laden zu retten, gewissermaßen ein psychologisches Geländer. Nicht nur tagsüber stehen den Kindern „Notinseln“ offen, sondern auch in den Abendstunden.
Und dies sind die Geschäfte, die sich bisher bereit erklärt haben, ihren Laden zur „Notinsel“ zu machen und in Angst oder Not geratenen Kindern zu helfen:
Potsdamer Straße
55 Staabi Back & Presse Shop
67 Blumenstudio Bohner BgR
97 Papierhaus Vincent Sala
100 Behrendt Werbetechnik GmbH
103 Kopfsache
120 Woolworth – bitte an der Kasse melden
128 BOLLE – bitte im Büro melden
Lützowstraße
22 Maultaschen-Manufraktur
27 Cafe Albacio
33 Print Works Berlin Bildproduktion GmbH
50 Coiffeur Creative
Kurfürstenstraße
24-25 Erwin Fron - Farben -Tapeten -Bodenbeläg
31-32 Detlef Grabo -Zeitungen -Tabak -Lotto
164 Has Faruk -Presse -Tabak - Lebensmittel
Pohlstraße
58 Hotel Delta
91 QM Magdeburger Platz
Derflingerstraße
22a Lebensmittel F. Ibrahim
Haben Sie weitere Fragen?
Dann wenden Sie sich bitte an das
Quartiersmanagement Magdeburger Platz /Tiergarten Süd
Pohlstr. 91, 10785 Berlin,
Tel. 23 00 50 23, Fax 23 00 50 25
Email: info[at]tiergarten-sued[.]de
www.tiergarten-sued.de







