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Pavel Büchler in der Tanya Leighton Gallery - Eine Ausstellung zur Berlinale

Es sieht aus wie geschrieben, ist aber tatsächlich gezeichnet: „l’imitation“. Doch damit ist noch längst nicht alles über das Verwirrspiel gesagt, dass der 1952 in Tschechien geborene und seit über einem viertel Jahrhundert in England lebende und an der Manchester Metropolitan University lehrende Künstler in die Welt gesetzt hat. Nachahmung oder Begrenzung? Ist alles richtig oder ein Fehler? Imitation oder Limitation?

Die Tanya Leighton Gallery präsentiert die erste Einzelausstellung des Künstlers Pavel Büchler in Deutschland. Wer sich mit seinem Werk auseinandersetzen will, sollte sich auf jede Menge Fallen gefasst machen. Und keine Angst davor haben, hineinzutappen. Schon das Motto seines Schaffens, das er selbst „making nothing happen“ (dafür sorgen, dass nichts passiert) nennt, führt schon geradewegs ins Paradox. Nicht selten referieren seine Werke eine andere Kunst, die Literatur, die Philosophie und – in dieser Ausstellung vor allem – den Film. So ist diese Ausstellung auch als Teil der 59. Berlinale – Internationale Filmfestspiele Berlin im Rahmen des „Forum Expanded“ konzipiert.

Pavel Büchler ist stark geprägt von der conceptualen Kunst der 1970er Jahre, oder, wie er sagt, von den kreativen Missverständnissen, denen die Conceptual Art in der Übersetzung in den osteuropäischen kulturellen wie politischen Raum ausgesetzt war. Es geht in der conceptualen Kunst nicht mehr um die Abbildung der Wirklichkeit in welchem Stile auch immer, es geht auch nicht um Bedeutungen, sondern es geht nur darum, etwas neues in die Welt zu setzen, dass sich, wenn es gelingt, jeder Interpretation verweigert und dennoch oder gerade deshalb eine eigenwillige, nicht vorhersehbare Wirkung entfaltet.

Die Ausstellung beginnt am 6. Februar und ist bis zum 21. März von Mittwoch bis Freitag von 12 bis 18 Uhr in der Tanya Leighton Gallery, Kurfürstenstraße 156, zu sehen. Während der Berlinale ist die Ausstellung an allen Tagen geöffnet.

text: BuM (QB 41); grafik: Pavel Büchler