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Lecker: Pizza aus dem eigenen Garten!
„Wachsen lassen“ heißt die Devise, unter der seit April 2010 im Interkulturellen Garten an der Kluckstraße 11 ein Kräuter-, Pizza- und Erlebnisgarten gedeiht:
Gemeinsam mit den Kindern und Erziehern des deutsch-französischen Kinderladen Cocorico et Co e.V. und der Tagesgroßpflege Anezolia treffen sich die „Pizza-Gärtner“ regelmäßig mindestens einmal in der Woche, um in unserem Garten Kräuter und noch mehr anzubauen. Jede Kindergruppe hat ein eigenes Beet, auf dem alles wächst, was die Kinder möchten (und die Gartenkaninchen übrig lassen).
Aus den Kräutern – erst einmal vorwiegend Petersilie und Basilikum – entsteht in Gemeinschaftsarbeit ein leckerer Pesto, die Tomaten dienen als eine Grundlage für den Pizzabelag.
Natürlich müssen fleißige Gärtner auch feiern: Jede Ernte wird zu einem kleineren oder größeren Fest. Und beim allerersten gemeinsamen Essen gab es zusätzlich einen besonderen Anlass: Der Lehmofen war genau zur rechten Zeit fertig geworden und musste natürlich stilecht ausprobiert werden!
Einige der Lehmofenbauer und die kleineren und größeren Pizzagärtner trafen sich am 8. Juli zur ersten gemeinsamen Pizza-Probe am Lehmofen.
Gemeinsam mit den Kindern sollte der Ofen ausprobiert werden, bevor die offizielle Eröffnung mit den Baufrauen und –Herren und anderen Gartenfreunden stattfinden wird. Vorrausichtlicher Termin hierfür ist der 3. September, dazu wird noch offiziell eingeladen werden.
Als der Ofen angefeuert wurde, war es ein bisschen wie im Kino: Würde das denn wirklich funktionieren, kann man in so einer selbst gebauten Ofenröhre tatsächlich eine Pizza backen?? Rätselraten half nicht weiter – also los, nichts wie ran an die Pizzableche und ans individuelle Belegen der eigenen Pizza!
Direkt neben dem Lehmofen befindet sich der gemauerte Grillplatz des Familiengartens, auch ohne Grill eine prima Arbeits- und auch Sitzgelegenheit. Rasch hatten die Kinder Spaß am Teig-plattdrücken, mit Tomatensoße bestreichen und belegen - bald fanden sich immer mehr hungrige Mäuler ein, um ihre eigene Pizza zu backen.
Auch die Kinder und Erzieher des Kinder-Treff-Punktes Kluckstr. 11 hatten Vorbereitungen für diesen Tag getroffen und gesellten sich zu uns. Schließlich war es noch dazu der erste Tag der großen Sommerferien, gleich noch ein Grund mehr zum Feiern.
Dann war es endlich so weit: die erste Pizza wurde in den neuen Lehmofen geschoben! Noch ganz weich, ziemlich blass – und natürlich kalt... Spannung... Warten...
Und dann kam sie wieder raus: Prima Sache, so soll das sein! Goldgelb gebräunt, mit Käse überbacken – und einfach nur lecker duftend!
Auch in der gut ausgestatteten Küche des Hauses wurde eifrig gearbeitet, und der Pizzabäcker, der Ofenbau-Leiter Herr Borchardt, kam doch mächtig ins Schwitzen.
Zu Recht waren alle stolz auf die super leckeren Ergebnisse: Alles hatte prima geklappt, der Ofen tat seinen Dienst ganz hervorragend, die Kräuter und allererste Tomaten schmeckten einfach klasse auf den selbst belegten Pizzen, und alle schlugen sich fröhlich die Bäuche voll.
So ganz nebenbei haben die Kinder gelernt, wie die Kräuter (und Tomaten) vom Samen bis zur Ernte aussehen und wie sie wachsen, bevor sie in den Gewürzstreuer oder die Dose wandern. Und sie haben auch gleich gemerkt, dass nicht nur sie selbst, sondern auch viele unterschiedliche Insekten den Kräutergarten lieben – ganz schön spannend! Die Insektenbeobachtung soll weiter laufen, und für den Herbst ist der Bau eines Insektenhotels geplant.
Wen die Arbeit im Pizza- und Kräutergarten interessiert und/oder wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich unter gakoll[at]web[.]de melden - oder einfach mal vorbei schauen!
Übrigens: Das nächste Erntefest steht schon vor der Tür: Bald sind die Tomaten reif. Alles Wissenswerte rund um die Tomate und was man so alles zu essen daraus zaubern kann, werden die Pizza-Gärtner gemeinsam mit den Kindergruppen in einer Tomaten-Woche herausfinden.
Und am Ende wird auch wieder der Lehmofen zum Pizza- und Tomatenfest angefeuert!
- Der Familiengarten und das Projekt "Wachsen lassen" werden mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt über das Quartiersmanagement Tiergarten Süd gefördert.

















