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Dritter Quartiersrätekongress am 20. März 2010
Unter dem Motto „Quartiersräte gestalten Soziale Stadt“ trafen sich Berliner Quartiersräte im März 2010 zum dritten Mal zu einem Erfahrungsaustausch und zogen eine Bilanz ihrer Arbeit.
Die fiel durchaus positiv aus, wie auch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer bestätigte: „Die beste Antwort auf die Frage, wie erfolgreich Quartiersräte sind, ist das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner und der Akteure“, stellte sie fest. Deren Mitbestimmung sei eines der wichtigen Elemente in einer lebendigen Demokratie. Gemeinsame Ziele könnten die Quartiersräte auch nur gemeinsam mit den Verwaltungen erreichen.
Über ihre Erfahrungen in der Quartiersarbeit berichteten Vertreter aus Spandau, Kreuzberg und Wedding.
Karam Samhat aus dem Quartier Spandauer Neustadt erzählte, wie dank der Hartnäckigkeit des Quartiersrates ein wichtiges Projekt durch das Bezirksamt realisiert wird. Eigentlich wollte es der Bezirks durch das Programm Soziale Stadt finanzieren lassen, obwohl es zu seinen Pflichtaufgaben gehört. Das ließen die Quartiersratsmitglieder nicht zu, „Probleme des Bezirksamtes dürfen nicht so einfach an den Quartiersrat delegiert werden“, betonte Karam Samhat.
Diana Brandenburg vom Wassertorplatz sprach über die guten Erfahrungen der Vernetzung von sechs Quartiersräten im Bezirk. Trotzdem müssten weitere Partner ins Boote geholt werden, beispielsweise die Wohnungsgesellschaften oder die BVG.
Klaus Wolfermann vom Sparrplatz nannte Probleme der Quartiersratsarbeit und erntete dafür viel Zustimmung. Er habe oft den Eindruck, das die Räte dazu benutzt werden, die „schlimmsten Wunden mit kleinen Pflastern zu versorgen.“
In fünf Workshops diskutierten die Kongressteilnehmer anschließend über effektive Möglichkeiten der Projekt- und Ideenentwicklung, die Anforderungen der Verwaltungsvorschriften auf die Quartiersarbeit, die Vernetzung mit Politik und Verwaltung, die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit sowie nachhaltige Strategien.
Die daraus resultierenden Anregungen und Vorschläge nahm Staatssekretärin Hella Dunger-Löper mit und versprach, spätestens in einem Jahr erste Ergebnisse vorzulegen.






