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Antragsschluss für den Bezirkskulturfonds 2012
Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
Der QuartiersRat hat schon die Prioritäten fürs nächste Jahr gesetzt
Auf seiner 20. Sitzung hat der bisherige Quartiersrat in vier Arbeitsgruppen schon erste Empfehlungen erarbeitet, in welche Richtung die Arbeit des nächsten Jahres führen soll. Der nächste Quartiersrat muss also nicht bei Null anfangen. Dabei sollen langfristige Ziele oder die Frage „Wo wollen wir in zehn Jahren sein?“ immer stärker ins Blickfeld rücken.
Thema Bildung
Nachdem in den ersten Jahren das QM ein Schwerpunkt der Arbeit auf der baulichen Instandsetzung von Bildungseinrichtungen lag, hat sich das QM entschieden, diese Arbeiten aus den Mitteln des Programms Soziale Stadt nicht mehr zu bezahlen. Dafür soll in Zukunft die Konzentration auf Elternarbeit, auf dem Übergang von der Schule ins Berufsleben und auf der bereits erfolgreich begonnenen Französisch-Initiative liegen. Der Lokale Bildungsverbund (LBV) soll als mittelfristiges Ziel beibehalten werden. Über all diesen Vorhaben schwebt das visionäre Ziel, eine stabile Bevölkerungsmischung zu erreichen, das heißt, die einen, die eher bildungsfernen Schichten, zu fördern und die anderen, die bildungsnahen Schichten, unbedingt im Stadtteil zu halten.
Wohnumfeld und lokale Ökonomie
In dieser Arbeitsgruppe wurde über das Fehlen eines lebendigen Mittelpunktes gesprochen und in diesem Zusammenhang über die Ansiedlung eines Marktes diskutiert. Da der Winterfeldtmarkt jedoch ziemlich nahe liegt, ging es sehr schnell um die Frage, welcher Art ein Markt sein könnte, was denn zum Magdeburger Platz passen würde. Und damit war das Thema an einem grundsätzlichen Punkt angelangt: Was ist der Magdeburger Platz? Man war sich schnell einig darüber, dass der Platz im Bewusstsein der Bevölkerung so wenig vorkommt, wie er als Stadtraum genutzt wird. Die Empfehlung war also, über ein neues Nutzungskonzept für diesen Platz nachzudenken. Weiter wurde empfohlen, für die Potsdamer Straße ein Marketingkonzept und eine Imagekampagne in Auftrag zu geben. Es wäre schließlich für die ganze Gegend von Vorteil, wenn es gelänge, die Leute aus dem Wohngebiet des Klingelhöferdreiecks über die Brücke in die Potsdamer Straße zu locken.
Integration
In der mit diesem Thema befassten Arbeitsgruppe wurde frei über grundsätzliche Gedanken und Schwierigkeiten mit diesem Thema diskutiert. Als dringend notwendig wurde die Verbesserung des Dialogs zwischen den Kulturen gefordert. Dafür müssten allerdings auch viele Tabus abgeschafft werden. Man müsse sowohl darüber offen sprechen können, dass es zu wenig Druck auf Migranten gebe, die deutsche Sprache zu lernen, als auch darüber, dass viele deutsche Lehrer zu wenig wissen, wie man mit einer beispielsweise türkischen Familie umgehen sollte. Empfohlen wurde, über ein Projekt nachzudenken, in dem Deutsche Patenschaften für ein Kind aus einer Migrantenfamilie übernehmen.
Kultur und Partizipation
Das Thema Kunst und Kultur wird immer wieder für den Wunsch nach Imageverbesserung in Anspruch genommen, und bei diesem Thema wiederum spielt auch die Potsdamer Straße eine zentrale Rolle. Mit der vom QM vor vier Jahren angeschobenen Magistrale wurde genau in dieser Richtung schon viel erreicht. Allerdings wurde in der Arbeitsgruppe kritisiert, dass die letzte Magistrale Kulturnacht zu groß und daher zu unübersichtlich gewesen sei. Außerdem habe die kuratorische Arbeit beim letzten Mal zu wenig das Niveau der präsentierten Arbeiten und Aktionen im Auge gehabt. Die Magistrale solle aber auf jeden Fall erhalten werden. Auch das Projekt Boulevard der Bänke solle weitergeführt werden. – Und dann wurde noch etwas in dieser Arbeitsgruppe kritisiert, nämlich diese Publikation des QM, das Quartiersblatt. Es sei zu hausbacken. Danke für den Hinweis, wir werden daran arbeiten.






