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September 2005: Konfliktlotsen aus der FHG beim Bundestreffen engagierter Kinder und Jugendlicher und Weltkindertag mit dabei

Mitte September vertreten die Konfliktlotsen der Fritzlar-Homberg-Grundschule als eines von zwei Berliner Projekten die Hauptstadt bei einem Bundestreffen und dem Weltkindertag.
Am 18.09.05 wird am Potsdamer Platz der Weltkindertag gefeiert. Dieser Tag wird vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. zum Thema "Das Kinderreich - Eine Spiel- und Erlebniswelt" ausgerichtet.
Unmittelbar vorher, vom 15.09.-17.09.05 findet das 11. Bundestreffen engagierter Kinder und Jugendlicher in der FEZ Wuhlheide statt. Insgesamt sind 130 Jugendliche aus 20 Projekten des ganzen Bundesgebietes eingeladen, um im Erfahrungaustausch und in Ideenschmieden darüber nachzudenken, was kinderfreundliche Städte und Dörfer auszeichnet.
Das Projekt "Mit Gefühl - Mitgefühl" (initiiert vom Verein Salam e.V. für Bildung und Kultur) ist ausgewählt, an diesem Bundestreffen teilzunehmen. Damit bietet sich den Konfliktlotsen und Mediatorinnen der Fritzlar-Homberg Grundschule die Chance zur Mitsprache. Auf dem Weltkindertagsfest am Potsdamer Platz werden dann die erarbeiteten Ergebnisse einem breiten Publikum bekannt gemacht. Dies wird erneut zeigen, dass es sich lohnt, Kinder und Jugendliche anzuhören und vor allem ernst zu nehmen. Denn sie sind die Experten in eigener Sache.
An der Fritzlar-Homberg-Grundschule gibt es Kinder aus 26 Nationen, ca. 91% der Kinder sind nichtdeutscher Herkunft. Auseinandersetzungen sind hier meist verbaler Natur. Um ein friedlicheres Miteinander herzustellen gibt es seit 2003/2004 aus den Klassen 4 und 5 Konfliktlotsen, die sich um die Pausenaufsicht kümmern und Sprechstunden in einem eigenen Büro – auch als Schlichtungsgespräche – anbieten. Nachwuchs soll es jährlich geben.
Die Patenschaft für dieses Projekt wurde übernommen von Özcan Mutlu (Bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen). In keinem Industrieland ist die Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft so stark wie in Deutschland. Nach Mutlu ist Bildungspolitik deshalb auch Integrationspolitik. Und vorrangiges Ziel muss es sein, die Defizite des deutschen Bildungssystems im Umgang mit sozialer und kultureller Heterogenität zu überwinden. Eine neue, von individueller Förderung geprägte Lernkultur ist darum wichtig für heutige Schulen.
Konfliktlotsenprojekte, bei denen die Mediation durch Schüler als alternatives Verfahren der Konfliktaustragung genutzt wird, passen genau in dieses Bild einer demokratischen und durch Teilhabe geprägten Schule.
Schon im August findet der erste Termin in diesem Zusammenhang statt: Auf einer Kinderpressekonferenz werden zunächst vier Konfliktlotsen der Fritzlar-Homberg Grundschule einige Fragen bezüglich unterschiedlicher Arten von Konfliktregelungen an vier Experten stellen (Ö. Mutlu, R. Röske, J. Walker sowie eine Erwachsenenmediatorin). Danach wird Zeit für weitere Fragen und Diskussionen sein.
Kinderpressekonferenz
31.08.05 um 16:00 Uhr
Raum 14 der Fritzlar-Homberg Grundschule
Lützowstr. 83-85
10785 Berlin
Es stehen Ihnen folgende Personen als Gesprächspartner zur Verfügung:
Anja Matar (Sozialpädagogin und Schulmediatorin)
Christa Schäfer (Studienassessorin und Mediatorin)
sowie 4-6 Konfliktlotsen der Fritzlar-Homberg Grundschule
Özcan Mutlu (Bildungspolitischer Sprecher Bündnis 90 / Die Grünen)
Rocco Röske (Präventionsbeauftragter der Berliner Polizei, Abschnitt 34)
Dr. Jamie Walker (Spezialistin für Schulmediatiatorin)
eine weitere Erwachsenenmediatorin
und ein Vertreter des Deutschen Kinderhilfswerks.
Salam e.V. für Bildung und Kultur, Lützowstr. 57, 10785 Berlin
0176 - 2239 3786
salam-verein@web.de
25. August 2005
text: Pressemitteilung Salam e.V.; grafik: FHG-Plakat






