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Stolperstein für Abraham Fromm vor Potsdamer Straße 102 verlegt

Künstler Gunter Demnig (mit Hut) beim Verlegen des Steins für Abraham Fromm

Wer genau hinschaut, auch mal den Boden vor den eigenen Füßen ein bisschen unter die Lupe nimmt, wird ihn rasch entdecken:
Den Bürgersteig der Potsdamer Straße schmückt seit dem 14. September 2009 ein so genannter „Stolperstein“, ein ins Gehwegpflaster eingelassener messingfarbener Pflasterstein, wie es in Berlin (und darüber hinaus inzwischen europaweit) schon viele gibt.

Sie sind Werke des Kölner Bildhauers Gunter Demnig, der sie auch alle selbst verlegt: Zur Erinnerung an Menschen, die während des Dritten Reichs verfolgt, deportiert und umgebracht wurden, finden sie ihren Platz jeweils an der letzten Wohnstätte der Opfer.

Gäste bei der Stolperstein-Verlegung am 14. September 2009

Abraham Fromm lebte bis 1941 an der Potsdamer Straße und führte in Neukölln ein Bekleidungsgeschäft. Im November '41 wurde er zusammen mit zweien seiner Söhne deportiert und kurz darauf umgebracht. Ein weiterer Sohn überlebte.

Angeregt hatten die Stolperstein-Verlegung zwei Enkelinnen Fromms: Eine von ihnen lebt hier in Berlin, die andere war eigens aus den USA angereist, um – gemeinsam mit einem guten Dutzend anderer Zuschauer - bei der Verlegung mit dabei zu sein.

Erinnerung im Gehwegpflaster vor der Potsdamer Straße 102

Wenn Sie das nächste Mal die Potsdamer Straße entlang laufen: Schauen Sie bei der Hausnummer 102, ungefähr beim Ladengeschäft der „Sportwetten 3000“, doch mal genauer hin, dann werden Sie den neuen Stolperstein entdecken.

Mehr zu den Stolpersteinen und die nächsten Verlege-Termine im Bezirk Mitte erfahren Sie online beim Kulturamt Mitte.

text: wolk; fotos: Krohmer