Suche

Newsletter bestellen für

Top Themen

Stoppt den Sprüh-Mafioso!

Sprüherei
Derzeit im Kiez zu finden - Sprühereien gegen QM & co.

Wer in den letzten Wochen aufmerksam durch das Quartier ging, konnte sich mit den Werken eines oder mehrerer Sprüh-AktivistInnen der besonderen Art auseinandersetzen. An den Wänden sozialer Einrichtungen, vor dem Büro des Quartiersmanagements oder an auffälligen Punkten im Kiez war die Aufforderung zu finden: Stoppt die Sozialmafia!! QM Nord und Süd - STV.

Nun kann nicht jeder Bewohner im Kiez etwas mit diesen Kürzeln anfangen. Deshalb hier erst einmal eine Erklärung: QM steht für Quartiersmanagement und meint in diesem Fall sowohl das QM Magdeburger Platz/Tiergarten Süd wie das QM Schöneberg-Nord. STV steht für Stadtteil-Verein Tiergarten-Süd. Und Mafia, hier "Sozialmafia", will suggerieren, das diese drei Institutionen mit kriminellen Methoden im Bereich sozialer Quartiersprojekte arbeiten.

Kriminell sind jedoch nicht die Methoden und die Arbeit der Quartiersmanagements, kriminell ist jemand, der mit den Methoden der Verleumdung und Verunglimpfung, der Sachbeschädigung und der Tarnung in Nacht- und Nebelaktionen Wände, Türen oder Straßen besprüht. Außerdem sind Menschen, die behaupten, ohne zu beweisen, die Misstrauen schüren ohne Ross und Reiter zu nennen, erbärmliche Feiglinge.

Sicher kann sich an jeder Leistung, die Menschen erbringen, sachliche und unsachliche Kritik entzünden. Auch die Arbeitsergebnisse von Quartiersmanagern oder Quartiersräten sind keineswegs immer von Weisheit getragen und müssen sich der öffentlichen Kritik stellen, "und das ist gut so"! Aber es macht einen riesigen Unterschied, ob die Kritik offen vorgetragen wird oder ob man zum Mittel der Verleumdung greift.

Eines tritt mit den Sprühaktionen solcher Täter offen zu Tage: Menschen dieser Kategorie sind mit ihrem Latein am Ende! Ihnen fällt nichts mehr besseres ein, als ihr persönliches Niveau auf die Ebene von Kriminellen zu verlegen ...  Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie mit den Möglichkeiten der Transparenz - jede Entscheidung der Quartiersmanagements kann überprüft, in Frage gestellt und bei entsprechendem persönlichen Einsatz auch zu Fall gebracht werden - nicht im mindesten zurechtkommen.

Weshalb aber sollten Sie sich mit dem Kleinkrieg zwischen einzelnen Personen und Einrichtungen und Institutionen im Kiez beschäftigen? Ich meine, dass die Sprühaktionen jeden Bewohner dieses Stadtteils angehen, denn sie dienen dazu, das friedliche und freiheitliche Miteinander zu stören. Ich wünsche mir einen offenen und fairen Dialog, keine hinterhältigen und feigen Schmierereien. Wenn wir diese Aktionen unbeobachtet und gleichgültig durchgehen lassen, dann öffnen wir die Türen für jede Art von Meinungsterror. Dieser Gefahr sollten wir schon im Ansatz begegnen.

Das können wir alle auf einfache Art tun: Wenn Sie die Sprüher bei ihrem Werk antreffen, sprechen Sie sie an. Nichts scheuen Menschen diesen Schlages mehr als die Enttarnung. Und wenn Sie die Botschaften demnächst wieder entdecken, greifen Sie zum Telefon und verlangen Aufklärung und Transparenz - bei den Quartiersmanagements, beim Stadtteilverein, bei den Quartiersräten - Sie werden in Erfahrung bringen, was Sie wissen wollen.

Georg Füll

text/foto: Georg Füll - Mitglied des QuartiersRats