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Studie "KONZEPT UND HANDLUNGSANWEISUNG Elternschule – Förderung des Elternengagements und der Elternqualifizierung im Quartiersgebiet Magdeburger Platz"

Eltern sind die wichtigsten Menschen für Kinder und Jugendliche oder sollten es zumindest sein. Kinder orientieren sich in ihrem eigenen Verhalten an ihren Eltern. Das Handeln der Eltern beeinflusst maßgeblich die kindliche Entwicklung. Geht man von einer Vorbildfunktion der Eltern aus, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass Eltern perfekt sein müssen. Zumal wohl auch nicht eindeutig geklärt werden kann, was „perfekt“ für uns eigentlich bedeuten soll.

Es kann nur darum gehen, Eltern in ihrer Rolle, Kinder zu erziehen zu stärken. Konkret heißt das: Eltern in ihrem Erziehungsverhalten sicherer werden zu lassen.

Und das ist auch nötig: Wie die gerade veröffentliche Vergleichsstudie von UNICEF aufzeigt, ist die Lage der Kinder in Deutschland nicht gut. In der UNICEF-Studie werden die materielle Situation, Gesundheit, Bildung, Beziehungen zu den Eltern und Gleichaltrigen, Lebensweise und Risiken sowie die eigene Einschätzung der Kinder und Jugendlichen erhoben. Im Vergleich mit insgesamt 21 untersuchten Ländern landet Deutschland lediglich auf Rang 11 und ist damit nur Mittelmaß – ein weiterer Beleg dafür, dass die Zeit, die Hände in den Schoß zu legen, noch nicht gekommen ist.

Eine Möglichkeit Eltern in ihrer Erziehungsfunktion zu unterstützen und zu begleiten, stellt die Elternschule dar. Elternschule als freiwillige Institution verstanden, die auf die Bedürfnisse von Eltern eingeht, sie bei ihren alltäglichen Verpflichtungen und Aufgaben unterstützt und ihnen Antworten auf ihre Fragen gibt.

Dass eine Elternschule eine gute Möglichkeit sein kann, Eltern zu unterstützen, deuten Projekte aus anderen Bundesländern an. Um nicht in blinden nacheifernden Aktionismus zu verfallen, bedarf es aber zunächst einmal einer Analyse der Gegebenheiten vor Ort. Konkret muss also zunächst die Frage beantwortet werden, welche Maßnahmen erforderlich sind, um eine Elternschule aufzubauen, die den besonderen Bedingungen des Quartiersgebiets Magdeburger Platz gerecht werden, um somit Nachhaltigkeit und Erfolg für die Elternschule zu gewährleisten oder mindestens wahrscheinlicher werden zu lassen.

Auftrag und Ziele

Die Elternschule stellt ein Angebot dar, welches thematisch eine Vielzahl an Bildungs-, Beratungs- und Austauschangeboten für Eltern bereithalten kann. Wie soll eine Elternschule im Quartiersgebiet Magdeburger Platz aussehen? Konkret gefragt:

  • An welche Eltern oder auch andere Personen soll sich das Angebot richten?
  • Welche Themen soll das Angebot umfassen?
  • Wie kann die Elternschule nachhaltig organisiert sein?
  • Wo sollen die Angebote stattfinden?
  • Wer leitet die Elterschule?
  • Wer finanziert die Elternschule?

Das Management des Quartiersgebiet Magdeburger Platz hat das Dr. Sven Walter Institut für kreative Sprachförderung damit beauftragt, den Bedarf und das Potential einer Elternschule für das oben genannte Quartiersgebiet zu ermitteln. Mit diesem Vorgehen wird das Ziel verfolgt, sicherzustellen, dass die Implementierung einer Elternschule den Anforderungen des Stadtteilgebietes gerecht wird.

Konzeptentwicklung basiert im Wesentlichen auf einer Potentialanalyse und einer Bedarfsanalyse. Das auf diese Weise systematisch empirisch entwickelte Konzept der Elternschule bildet eine fundierte Grundlage für den Aufbau einer Elternschule. Des Weiteren werden Besonderheiten des Stadtteils und Recherchen über andere Elternschulen Grundlage des Konzeptes bilden.