Top Themen
Aktuelle Veranstaltungen
Antragsschluss für den Bezirkskulturfonds 2012
Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
Februar 2008: Wiedereröffnung des Elterncafés in der Kita "Sonnenschein" an der Pohlstraße
Ein altes arabisches Sprichwort fordert die Menschen dazu auf, ihre Zelte weit von-einander aufzuschlagen, aber dennoch ihre Herzen zu nähern.
Diesem Anspruch, aufeinander zu zugehen und den anderen besser zu verstehen, fühlt sich auch die Käpt´n Browser-Kita "Sonnenschein" an der Pohlstraße 87 verpflichtet. Sie setzt im Rahmen einer Förderung durch das Bundesmodellprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ das Modellprojekt „Kinder für eine Welt – Erziehung zur Toleranz“ um; in diesem Rahmen geht es darum, für die Einrichtung einen multimedialen Atlas zu erstellen.
In der Kita spielen und lernen Kinder aus 27 Ländern miteinander, sie sollen mehr übereinander erfahren und entdecken, dass sie trotz unterschiedlicher Herkunft Vieles gemeinsam haben.
Diese Erkenntnis wird nicht mit dem pädagogischen Zeigefinger vorgegeben, sondern soll allmählich und beiläufig reifen, indem die Kinder gemeinsam Bilder malen, Hörspiele und Trickfilme entwickeln, in denen sie die Länder, aus denen ihre Eltern und Großeltern stammen, vorstellen.
Die Erzieher/innen sind zuversichtlich, dass über der Begeisterung im Umgang mit den Medien auch ein Verständnis für den jeweils anderen wächst.
Erste Projektergebnisse wurden am 30. Januar 2008 anlässlich der Wiedereröffnung des Elterncafés präsentiert.
Dazu zählte beispielsweise eine kreative Auseinandersetzung mit „Berlin – die Stadt, in der ich lebe“. Die Kinder bastelten aus verschiedenen Alltagsmaterialien Wahrzeichen der Stadt nach, die sie zuvor besucht hatten. Dieser schöpferische Prozess wurde in Form eines kleinen Films dokumentiert.
Nachfolgend stellten zwei Erzieherinnen die Länder Albanien, Pakistan und Kongo vor.
Zur Republik Kongo hatten die Kinder eigens ein Hörspiel entwickelt, in dem unterschiedliche Tiere aus Afrika ihren großen Auftritt zelebrierten. Die Eltern mussten öfter lachen und schmunzeln, als sie ihre Kinder beim Nachahmen von lustigen Elefanten- oder Krokodillauten wieder erkannten.
Die Präsentation rief bei den zahlreich erschienenen Eltern eine positive Resonanz hervor und führte im Nachgang zu einer lebhaften Diskussion über die Beteiligungsmöglichkeiten an dem Projekt.
Immer war dabei die Neugierde auf die fremden Kontinente und Länder zu spüren. Die Eltern wollen künftig aktiv an dem Geschehen teilhaben, indem sie Elemente aus ihren Familienkulturen in den pädagogischen Prozess einbringen.
Eine afrikanische Mutter wird beispielsweise zwei Tage lang eine Erzieherin bei der Betreuung der Gruppen unterstützten. Sie wird gemeinsam mit den Kindern afrikanische Speisen zubereiten und plant für die Zukunft, zusammen mit den Kindern zu musizieren und zu tanzen.
Damit liefert das Modellprojekt neue Ansätze einer Elternbeteiligung, die beispielgebend sein können für die pädagogische Arbeit.











