Top Themen
Aktuelle Veranstaltungen
Antragsschluss für den Bezirkskulturfonds 2012
Stadttour »Historische Orte sichtbar machen«, Tour II - Von Bahntrassen, Straßen, Wohnhäusern und Brücken
2. Rogate-Konzert: Chor des Brahe-Gymnasiums Jünköpping
bis April 2006: Wir waren Nachbarn – 102 Biografien jüdischer Zeitzeugen im Rathaus Schöneberg
Ganz in der Nähe, im Bayerischen Viertel, lebten Anfang der 30er Jahre etwa 16.000 Menschen jüdischen Glaubens – um sie und andere Zeitzeugen dreht sich vom 25. Januar bis 23. April eine Ausstellung.
Aus Anlass des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz, am 27. Januar (in diesem Jahr erstmals von der UNO zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt), ist die Intervallausstellung "Wir waren Nachbarn" wie im letzten Jahr wieder im Rathaus Schöneberg zu sehen.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Biografien jüdischer Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die vor ihrer Deportation und Vertreibung als Nachbarn in Schöneberg und Tempelhof gelebt haben.
Die Ausstellungsinstallation in der Atmosphäre alter Präsenzbibliotheken hat als wesentliches Ausstellungselement Biografische Alben, die – Familienfotoalben ähnlich – verdichtete Lebensgeschichten offen legen. Ziel ist es, die häufig anzutreffende Reduktion auf den Holocaust zu vermeiden und das ganze Leben, das heißt das Davor – und wenn es Überlebende gibt – auch das Danach zu zeigen. Die Ausstellung ist um weitere Biografien erweitert worden.
Toninterviews mit hier lebenden jüdischen Berlinern in einer Hör-Installation richten den Fokus auf die Nachgeborenen: Wie wurde in der Familie über Erlebtes gesprochen, an welche Orte, Ereignisse und Personen binden sich die Erinnerungen, wie wird die eigene Identität beschrieben: Wir sind Nachbarn.
Für nichtjüdische Zeitzeugen, die durch den Interviewfilm Geteilte Erinnerungen repräsentiert sind, findet sich in dem neuen Ausstellungselement Archiv der Erinnerungen ein weiteres Forum. Kleine Geschichten, Fotos oder Briefe geben Einblicke in das Erlebte und Erinnerte. Die Besucher sind aufgefordert, dieses Archiv aus heutiger Perspektive zu erweitern.
Auch in diesem Jahr gibt es ein Rahmenprogramm, das Sie auf den Seiten des Hauses am Kleistpark im Menüpunkt "aktuell/outdoor" finden.
Die Ausstellung wird am Mittwoch, dem 25. Januar, um 18 Uhr im Foyer des Rathauses Schöneberg gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mit einer Gedenkveranstaltung eröffnet.
Die Ausstellung findet vom 26. Januar bis 23. April in der Ausstellungshalle des Rathauses Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz statt.
Die Öffnungszeiten sind jeweils Dienstag bis Freitag von 10-18 Uhr und Samstag und Sonntag von 10-17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Führungen für Gruppen und Schulklassen bitte anmelden unter: Kunstamt: 7560-4703 oder -6964.
Veranstalter ist das Kunstamt Tempelhof-Schöneberg, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin, Tel: 7560-6964, Fax: 7560-4613, E-Mail: hausamkleistpark-berlin@t-online.de, Internet: www.hausamkleistpark-berlin.de
Weitere Informationen: Frau Ebert, Montag bis Freitag von 9-14 Uhr unter Tel.: 7560-4703.
text: Pressemitteilung BA Temp-Schön/Haus am Kleistpark






